Nachdem ja das letzte Wochenende für mich wie ein Krimi war, indem ich versucht habe meine Daten zu finden und zu rekonstruieren, möchte ich Euch heute den smarten und gutausehenden Privatdetektiv Donald Strachey und seine coolen Fälle vorstellen.
Aufmerksam bin ich auf ihn durch den Networksender here! geworden und fand seine Geschichten sehr interessant. Die Tatsache das es sich hierbei um einen schwulen Privat Eye handelt und dann auch noch dargestellt von dem...wie drücke ich das jetzt aus, ohne wie ein pubertierender Teenie zu wirken...sexy Chad Allen...ist das nicht ein absoluter Hingucker :-) ...muss ich wirklich mehr dazu schreiben :-)
Es gibt mittlerweile vier Stories und ich habe mir mal die Mühe gemacht, diese hier aufzulisten. Zumal die letzten beiden ON THE OTHER HAND, DEATH und ICE BLUES auf dem diesjähringen VERZAUBERT Filmfestival laufen werden...
Wer also Interesse an guten Geschichten, einem sexy, coolen Privatdetektiv hat und an diversen Film- und Fernsehschauspieler wie Jack Wetherall (QUEER AS FOLK), Morgan Fairchild, Margot Kidder (SUPERMAN), Sherry Miller (QUEER AS FOLK) und Sebastian Spence, sollte seine Chance nutzen.
Dieser Privatdetektiv macht das Genre der Schnüfflerfilme wieder salonfähig und sexy.
Montag, 9. März 2009
Ice Blues: A Donald Strachey Mystery (USA 2008)
Krimifans aufgepasst: Wer braucht schon nicht ganz offen schwule Tatort-Pathologen oder karge homosexuelle Handlungsstränge, wenn es einen Donald Strachey gibt?! Der überaus smarte wie gut aussehende Privatdetektiv löst wieder einen Fall. In ICE BLUES kommt ein Mann zu Tode, nachdem er eine Notunterkunft für gefährdete Jugendliche in Stracheys Heimatstadt Albany mit einer Spende von schlappen drei Millionen Dollar beglückt hat. Das Mordopfer stammt aus einer höchst einflussreichen Juristen-Sippe, in der beileibe nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Auf der Suche nach der Quelle des Geldsegens gerät der Ermittler immer tiefer in den Sog dunkler Machenschaften und zieht auch seinen Lover Tim mit in den Abgrund. Denn an der Fassade eines bis dato einwandfreien korrupten Gefüges kratzt niemand ungestraft.
Doch trotz skrupelloser Pornohändler und anderer Widrigkeiten geht das Paar auch aus diesem Abenteuer gestärkt hervor, womit ICE BLUES sich nicht nur als Leckerbissen für Fans düsterer Thriller erweist, sondern – typisch Strachey – Coolness, Erotik und sogar Beziehungsmalaisen elegant einzuflechten weiß.
On The Other Hand, Death: A Donald Strachey Mystery (Kanada/USA 2008)
Mit so viel Sexappeal löst nur einer knifflige Kriminalfälle: Perfekt verkörpert von Chad Allen ermittelt Private Eye Donald Strachey in seinem dritten Auftritt. Ein lesbisches Paar lebt seit Jahrzehnten ungestört im beschaulichen Albany, Stracheys Heimatstädtchen. Doch wie es scheint, hat jemand neuerdings arge Probleme mit der Lebensweise der Nachbarinnen und tut seine schlechte Laune des Nachts auf äußerst unschöne Weise kund. Verstört rufen Dorothy (Margot Kidder) und Edith ihren Freund Donald Strachey zu Hilfe, der die vermummten Störer des kleinstädtischen Friedens stellen soll. Doch auch hier gilt die klassische Thriller-Devise: Nichts ist wie es scheint. Ist das Motiv wirklich Homophobie? Oder steckt etwas ganz anderes hinter den fiesen Angriffen? Welche Rolle spielt der Ex von Stracheys Lebenspartner Tim (Sebastian Spence aus DAWSON’S CREEK), der zufällig in Albany auftaucht?
Was als ruhige Detektivstory beginnt, lässt bald ein gemeines Gewirr von Lügen, Verrat und heimlichen Interessen zu Tage treten, gefährdet unterwegs Stracheys glückliche Ehe und entlädt sich schließlich in einem action-reichen Showdown. Auch bei der dritten Verfilmung eines Donald Strachey-Krimis kann man sich vor allem auf eines verlassen: Dieser Privatdetektiv macht das Genre der Schnüfflerfilme wieder salonfähig und sexy.
Shock To The System: A Donald Strachey Mystery (Kanada/USA 2006)
Als der schwule Privatdetektiv Donald Strachey seinen Auftraggeber tot auffindet – offenbar durch Selbstmord –, riecht es förmlich nach einer Verschwörung, und Strachey beschliesst, diesem Verbrechen auf den Grund zu gehen. Seine Ermittlungen führen schnell in Richtung einer Umpolungsklinik, wo junge Schwule und Lesben mit Hilfe von Psychologie und Religion auf den heterosexuellen Weg getrimmt werden. Um zu den nötigen Informationen zu kommen, tritt Strachey undercover als Patient in die Klinik ein – ganz zum Leidwesen seines Partners Timmy, der um Donalds Leben fürchtet.Nach dem riesigen Erfolg mit «Third Man Out» hier nun ein weiterer Roman aus der beliebten Strachey-Serie von Richard Stevenson verfilmt. «Shock to the System» ist ein schwuler Krimi der Spitzenklasse!
Third Man Out: A Donald Strachey Mystery (Kanada/USA 2005)
Donald Strachey hat alles, was einen waschechten Privatdetektiv ausmacht: ein lässiges Outfit, eine schäbige Karre, stets einen bissigen Spruch auf den Lippen und – einen sehr attraktiven Boyfriend, mit dem er gerade sein gemütliches Upstate-NY-Heim renoviert. Doch während sich Partner Ronnie weiterhin mit der zickigen lesbischen Innenarchitektin abmühen darf, gerät Strachey immer tiefer in das Mordkomplott gegen seinen neuen Auftraggeber: Gay Rights Aktivist und Journalist John Rutka, von der Welt gehasst für seine legendären Politiker-Outings, wird nach dem Leben getrachtet und praktisch die ganze US-Politszene (zumindest die, von denen John ein kompromittierendes S&M-Foto mit schwulem Lustsklaven archiviert und das sind so ziemlich alle…) fällt unter die Kategorie möglicher Feinde.
Ein kniffliger Fall für Private Eye Strachey, Titelcharakter der spannenden Buchserie von Richard Stevenson, die die Fans des Gay Mystery Genres schon viele Jahre begeistert und hier zum ersten Mal verfilmt wird. Mit Chad Allen, Jack Wetherall (QUEER AS FOLK) und einem knackigen Cameo von Pornostar Matthew Rush, der seine Stärken in voller Länge zeigen darf.
Sonntag, 1. März 2009
kein Update diese Woche 8-(
Hallo,habe leider eine schlechte Nachricht für Euch diese Woche. Aufgrund eines Festplattencrashes muss ein Update leider ausfallen. Ich bin seit Freitag damit beschäftigt meine Daten wiederherzustellen und glaubt mir, das wäre glatt ein Thema für einen weiteren BLOG.
Aber nichts desto trotz auch eine guten Nachricht, das VERZAUBERT Festival hat es endlich geschafft ab 04. März die Filmliste online zu stellen. Ob die wohl auch mit einem Datenverlust zu kämpfen hatten?! Naja, nächste Woche gibt es dann wieder etwas mehr von mir an dieser Stelle zu lesen und vielleicht trifft man ja den einen oder anderen beim Filmfest im Prenzlauer Berg. Würde mich freuen.
Wünsche einen schönen, gerade sonningen Sonntag aus Berlin ;-)
Samstag, 21. Februar 2009
Urbania (USA 2000)
Von der Kritik als eine Art hartes, schwules Gegenstück zur Erfolgsserie SEX AND THE CITY bejubelt, ist URBANIA ohne Zweifel einer der eindrucksvollsten Filme, den man seit langem gesehen hat. Eine messerscharfe Satire am Puls der Zeit. Lebendig, real und packend erzählt. Innovativ, ohne sich in stilistisch kalten Schnörkeln zu verlieren.Charlie (THE BIRDCAGE Dan Futterman) treibt rastlos durch die dunklen Straßen New Yorks. Immer wieder streift eine vage Erinnerung seine Gedanken. Kaum greifbar, wie das lästige Déjà-vu-Erlebnis eines unwirklichen Traums. Dabei kreuzen seinen Weg skurrile Bekanntschaften und flüchtige sexuelle Begegnungen, helfen ihm, die Fragmente einer tief verschütteten Wahrheit zusammenzusetzen...
Es ist ratsam, nicht zu viel von der eigentlichen Handlung preiszugeben. Begleiten wir die Reise des attraktiven Charly am besten unvoreingenommen und entdecken ihr Ziel, gleich einem coolen Selbstfindungstrip, jeder Zuschauer für sich. Dabei können wir uns auf die hervorragende Arbeit von Regisseur Jon Shear verlassen: Er ist ein genialer Beobachter und erzählt uns eine faszinierende Geschichte, gleichermaßen absurd und vertraut, makaber und witzig. Immer wieder fließen die sogenannten urban legends, Großstadtmythen, ein – wie etwa die des Lovers, dem nach einem One-Night-Stand plötzlich eine Niere fehlt oder die der Frau, die ihren Pudel in die Mikrowelle steckt, damit er sich nicht erkältet... Dass Shear nicht gleich zur Sache kommt, sondern den Zuschauer über lange Zeit im Dunkeln tappen lässt, macht die Sache um so spannender.The Perfect Son (Kanada 2000)
Der renommierte Anwalt Ryan und der rebellische Theo sind Brüder wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Erst durch den Tod des Vaters kommen sie sich näher, und Theo muss feststellen, dass er von Ryan, dem 'perfekten Sohn', bisher eigentlich gar nichts wusste. Jetzt, nach Dads Beerdigung, hat Ryan die Schnauze voll von der Versteckspielerei. Er ist offen schwul und seit vielen Jahren HIV-positiv. Ohne Frage ein glücklicher, gestandener Mann, der mit sich im Reinen ein erfülltes Leben führt.
Aber es ist an der Zeit, ein wenig von der Unterstützung zurückzubekommen, die er der Familie stets zuteil werden ließ. Und das bedeutet auch für den kleinen Bruder sich zu beweisen und endlich Verantwortung zu übernehmen. Langsam lösen sich die aufgestauten geschwisterlichen Emotionen. Gefühle des Vertrauens und Respekts breiten sich aus, und die beiden erkennen wie wichtig ihre Bindung füreinander ist... Diese kanadische Produktion besticht durch die schauspielerischen Leistungen von Theo (David Cubitt) und Ryan (FACE/OFF Colm Feore), die mit viel Einfühlungsvermögen und Charisma ihren Rollen eine unerwartete Authentizität einhauchen. Ein Film, der auf unprätentiöse Weise zum Nachdenken anregt.
KM.0 - Kilómetro Cero (Spanien 2000)
Der Titel bezieht sich auf einen Platz an der Puerta del Sol in Madrid, den „Kilómetro Cero“. Hier finden sich eines schwülen Augusttages sieben Paare zusammen; durch geplante Verabredungen wie durch zufällige Treffen.Eine reiche ältere Dame hat Sex mit einem Gigolo, kann es hinterher nicht lassen in seinen Papieren herumzuschnüffeln und vermeint in ihm den verlorenen Sohn zu entdecken, den sie 26 Jahre zuvor zur Adoption freigab...
Dabei gehören die Papiere seinem schwulen Mitbewohner Benjamin, der über das Internet den Tänzer Bruno kennengelernt hat. Trotz einer heißen Nacht zickt Bruno immer noch herum, weil Benjamins Online-Visitenkarte dreist erlogen war... Maximo, ebenfalls schwul, kümmert sich derweil um einen verklemmten Hetero, der vergebens auf seine Verlobte wartet...
KM.0 ist ein amüsant-erotischer Ensemblefilm, in dem viel geschwitzt wird, und die attraktiven Darsteller am liebsten unbekleidet durch die Wohnung stolzieren.
The Iron Ladies (Thailand 2000)
Der Publikumsliebling der Berlinale – die gelungene Komödie um ein queeres Volleyballteam. Das wäre an sich nichts Spektakuläres, würde es sich um die Gay Games oder ähnliche Veranstaltungen handeln. Doch wir befinden uns in der thailändischen Bundesliga und das Team – nur zusammengekommen aufgrund der Homophobie all derer, die tuntige Spieler nicht im Team haben wollten – ist auf dem Weg zur Landesmeisterschaft!Trainiert von einer charismatischen Lesbe macht sich die Mannschaft mit den Drag-Queen-Drillingen, dem transsexuellen Bühnenstar, dem muskelbepackten Fingernagel- und Make-up-Spezialisten und einem stillen Prä-Coming-outler auf, den harten Weg inmitten von Machogehabe, üblen Sprüchen und Bedrohungen erfolgreich zu beschreiten.
Und das Beste an der Geschichte: All das ist wirklich passiert! Am Ende des Films sieht man die „wahren” Akteure in einer TV-Show und muss sich vor Regisseur Yongyooth Thongkonthun verbeugen, denn ihm ist eine authentische Umsetzung der Charaktere gelungen, die Seele und Lachmuskeln des Publikums zu bewegen vermag.
Abonnieren
Posts (Atom)